Freigestellte Betriebsräte dürfen in Bewerbungsverfahren nicht benachteiligt werden!

von K&K Bildungsmanufaktur

Wer als Gremiumsmitglied ganz oder teilweise von seiner regulären Arbeit freigestellt ist, darf in der beruflichen Entwicklung nicht begünstigt oder benachteiligt werden (§ 78 BetrVG; § 8 BPersVG). Dies gilt auch bei einer Bewerbung auf andere Arbeitsstellen bzw. Dienstposten. Sprechen in Auswahlverfahren fachliche Kriterien für aktive Betriebs- oder Personalräte, stehen diesen Beförderungsposten zu, selbst wenn sie aufgrund der Gremientätigkeit zunächst nicht angetreten werden. Dies hat das Landesarbeitsgericht Köln jetzt in einem wichtigen Urteil noch einmal bekräftigt und damit die Rechte von Arbeitnehmervertreter/innen gestärkt.

Der Fall Geklagt hatte ein voll freigestellter Betriebsratsvorsitzender in einem Kölner Krankenhaus. Der gelernte Anästhesiepfleger hatte sich erfolglos auf eine intern ausgeschriebene Leitungsstelle in der Anästhesiepflege beworben. Sein Arbeitgeber hatte die Entscheidung für die einzige Mitbewerberin u.a. auch damit begründet, dass der Kandidat nach eigenen Aussagen frühestens in vier Jahren die fragliche Stelle antreten werde ...Zum vollständigen Artikel


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