Rezension: Handbuch des Adhäsionsverfahrens

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Handbuch des Adhäsionsverfahrens

Weiner / Ferber, Handbuch des Adhäsionsverfahrens, 2. Auflage, Nomos 2016

Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl

Das Adhäsionsverfahren verlangt vom Verteidiger fundierte strafrechtliche und zivilrechtliche Kenntnisse. Natürlich sind entsprechende Informationen zu den in der StPO relevanten Normen in jedem einschlägigen Kommentar vorhanden. Aber für viele praktische und taktische Feinheiten bleibt eben in einem Kommentar doch zu wenig Raum, sodass ein Handbuch zu diesem Thema für den strafrechtlichen Bereich unerlässlich ist, gerade weil dieser Verfahrenstyp vom Gesetzgeber immer wieder gefördert wird und Literatur zum Thema rar ist. Das vorliegende Werk erscheint bereits in zweiter Auflage und bietet dem Leser auf weniger als 200 Seiten einen breit angelegten und an der höchstrichterlichen Rechtsprechung orientierten Blick auf das Adhäsionsverfahren. Das Autorenteam setzt sich dabei ausgewogen aus Vertretern der Justiz, Staatsanwaltschaft und der Anwaltschaft zusammen.

Die Gestaltung des Werks ist deutlich textlastig, wenngleich das Layout mit Randnummern, Zwischenüberschriften, echten Fußnoten, Aufzählungen Beispielen und Mustern zur durchgehenden Lektüre einlädt. Im Text sparen die Autoren nie mit eigenen Stellungnahmen und Wertungen, was den Leser bzw. Rechtsanwender in seiner eigenen Argumentation schult. Im Musterverzeichnis wird zudem unterschieden zwischen Mustern für Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Richter, was die hohe Praktikabilität des Buches noch unterstreicht.

Die inhaltlichen Darstellungen beginnen – ganz klassisch – mit einem Abschnitt zu Grundlagen und Verfahrensgrundsätzen, wobei schon hier die Ambivalenz des Verfahrenstyps herausgearbeitet wird (S ...

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