Behauptete Vaterschaft: "Dieser Mann ist der Vater meines Kindes!"

Amtsgericht München, Urteil vom 12.04.2016 - 161 C 31397/15 Behauptete Vaterschaft: "Dieser Mann ist der Vater meines Kindes!" Eine Mutter veröffentlichte in den sozialen Medien Bilder von ihrer Tochter sowie Bilder eines Mannes, von dem sie behauptet, dass es sich hierbei um den Vater handelt. Der Mann klagt dagegen, weil er sich sich durch die Veröffentlichungen in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt sieht. Der Sachverhalt

Während eines beruflichen Aufenthalts in München lernte der Kläger aus Saudi-Arabien die Frau kennen, die 1 Jahr später eine Tochter zur Welt brachte. Die Frau behauptet in der Folgezeit immer wieder auch über soziale Medien, dass der Kläger der Vater ihrer Tochter sei.

Sie veröffentlichte Bilder des Klägers und Bilder ihrer Tochter, die sie mit Tochter des (Name des Klägers) untertitelte. Der Kläger bestreitet, der Vater zu sein und fühlt sich durch die Veröffentlichungen in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt. Der Kläger erhebt Klage vor dem Amtsgericht München.

Das Urteil des Amtsgerichts München

Das Amtsgericht München hat entschieden, dass die Beklagte nicht mehr die Behauptung aufstellen darf, dass der Kläger der Vater ihrer Tochter ist. Des Weiteren darf sie keine Abbildungen des Klägers in den sozialen Medien veröffentlichen und muss ihre Behauptung widerrufen.

Tatsachenbehauptung sind auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen

Die Behauptung, der Kläger sei der Vater des Kindes, sei eine Tatsachenbehauptung, die auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen ist. Die Beweislast dafür habe die Münchnerin. Einen Nachweis über die Vaterschaft des Klägers hat die Beklagte jedoch nicht erbracht, so das Urteil.

Behauptung berührt die Privatsphäre des Klägers

Die Äußerung der Beklagten berührt hingegen die Privatsphäre des Klägers ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK