Do’s & don’ts bei der Gestaltung von Anlagenbauverträgen (II)

Rahmen für die Projektdurchführung

Nun stellt sich die Frage, wie der Anlagenbauvertrag den Parteien dabei helfen kann, ihre Geschäftsbeziehung erfolgreich zu gestalten? Die Parteien nennen ihre Geschäftsbeziehung einen Erfolg, wenn sie die Ziele erreicht haben, die mit dem Projekt verfolgt werden sollten. Der Vertrag ist in erster Linie dazu da, Ziele transparent zu machen, eventuelle Zielkonflikte/Interessengegensätze einvernehmlich zu regeln und insbesondere Risiken zuzuweisen. Dieser Klärungsprozess verhilft den Parteien, aktiv an der Umsetzung ihrer Ziele zu arbeiten.

Noch aus einem anderen Grund sind die Vertragsparteien stärker auf ihren Vertrag angewiesen als die Parteien eines Kaufvertrags. In einem langfristigen Anlagenbauprojekt haben beide Parteien ein verstärktes Interesse daran, Details der Projektdurchführung zu regeln. Dies beginnt bereits bei der einfachen Frage, wer mit wem kommuniziert. Viele Entscheidungsabläufe und die Verantwortlichkeiten in der Zusammenarbeit, etwa im Rahmen von Nachträgen oder bei Tests, sollten klar geregelt werden, einschließlich der Entscheidungsfristen. Die Parteien müssen sich durch den Vertrag in der Lage befinden, auf unvorhergesehene Ereignisse zügig zu reagieren, ob es sich dabei um Ausfuhrverbote, Sandstürme oder geänderte regulatorische Rahmenbedingungen handelt.

Im Unterschied zu einem klassischen Austauschvertrag muss der Anlagenbauvertrag die Parteien in die Lage versetzen, derartige Vorkommnisse in den verschiedenen Projektphasen flexibel anzusteuern. Dazu gehören:

  • Planung
  • Errichtung
  • Inbetriebsetzung
  • Abnahme
  • Garantiephase

Im Vordergrund steht in erster Linie die permanente Zusammenarbeit der Parteien. Der Auftraggeber hat bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen (Bsp ...

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