Google Shooping: Händler haftet stets für falsche Versandkostenangabe

von Niklas Plutte

Werden bei Google Shopping zu Produktangeboten eines Onlinehändlers falsche Versandkosten angezeigt, haftet der Händler selbst dann, wenn der Fehler durch Google begangen worden sein sollte (OLG Naumburg, Urteil vom 16.06.2016, Az. 9 U 98/15).

Falsche Versandkostenangabe bei Google Shopping

Ein Onlinehändler hatte seine Produkte auf der Internetplattform Google Shopping gelistet. Ein Konkurrent ging in der Folge wettbewerbsrechtlich gegen den Händler vor, weil ein Produkt auf dessen Shopseite einschließlich Versandkosten angeboten wurde, bei Google Shopping jedoch mit dem Hinweis „Versand gratis“. Die Kostenanzeige war zum Abmahnzeitpunkt unstreitig, was gegen die Preisangabeverordnung (PAngV) verstößt. Der Händler sah die Schuld jedoch nicht bei sich und argumtierte, er habe das Produkt zwar ursprünglich mit Gratisversand eingestellt, die Plattform später aber über die Änderung seiner Preispolitik und die Erhebung von Versandkosten informiert.

Hinsichtlich der Übermittlung der Produktangaben ging das Gericht davon aus, dass Händler eine Tabelle mit bestimmten Angaben über die zu bewerbenden Produkte ausfüllen müssen, um das jeweilige Produkt bei Google Shopping schalten zu können. In diese Tabelle gehören Pflichtangaben, z.B. die Versandkosten und mögliche Zusatzangaben. Ohne eine Angabe über die Versandkosten werde bei Google Shopping keine Anzeige für das Produkt veröffentlicht ...

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