Der ärztliche Behandlungsfehler! – Schmerzensgeld?

von Christine Krieg

Nicht im­mer ver­läuft eine ärzt­li­che Be­hand­lung für den Pa­ti­en­ten zu­frie­den stel­lend, nicht im­mer liegt je­doch ein ärzt­li­cher Feh­ler vor.

Es ist häu­fig Pa­ti­en­ten nur schwer zu ver­mit­teln, dass eine ärzt­li­che Maß­nahme keine Bes­se­rung, manch­mal so­gar eine Ver­schlech­te­rung mit sich bringt und kein Schmer­zens­geld zu er­rei­chen sein soll.

So bei­spiels­weise, wenn die Ope­ra­tion zum Ein­satz ei­ner Knie­ge­lenk­s­pro­these oder eine zahn­pro­the­ti­sche Be­hand­lung hin­ter­her mehr Pro­bleme und Schmer­zen be­rei­tet als vor der Ope­ra­tion.

Wor­auf kommt es also an?

Zu­nächst ist zu be­rück­sich­ti­gen, dass die ärzt­li­che Be­hand­lung grund­sätz­lich eine Dienst­leis­tung ist, bei der kein Er­folg ge­schul­det ist. So­mit schul­det kein Arzt eine ge­lun­gene Ope­ra­tion, Schmerz­frei­heit oder Ver­bes­se­rung des Ge­sund­heits­zu­stan­des. Stel­len sich bei sorg­fäl­ti­ger Auf­klä­rung Kom­pli­ka­tio­nen im Zu­sam­men­hang mit ei­ner ärzt­li­chen Maß­nahme ein, sollte fach­kun­di­ger Rat durch ei­nen Fach­an­walt für Me­di­zin­recht oder eine Pa­ti­en­ten­be­ra­tungs­or­ga­ni­sa­tion ein­ge­holt wer­den. Als nächs­ter Schritt ist die Ein­sicht in die Be­hand­lungs­un­ter­la­gen un­ab­ding­bar. Je­der Pa­ti­ent hat nach stän­di­ger Recht­spre­chung An­spruch auf Ein­sicht­nahme in seine Pa­ti­en­ten­un­ter­la­gen. In der Re­gel wird diese auch selbst­ver­ständ­lich er­mög­licht. Lässt sich nach Ein­sicht­nahme und Prü­fung der Un­ter­la­gen ein Be­hand­lungs­feh­ler for­mu­lie­ren und be­grün­den, ist das wei­tere Vor­ge­hen zu pla­nen. Bei ei­nem gu­ten Haf­tungs­ma­nage­ment des Arz­tes kann an die­ser Stelle be­reits ein Ge­spräch mit dem Pa­ti­en­ten statt­fin­den ...

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