Werbung mit „Bisher“-Preis – Wettbewerbsverstoß?

von Simone Staudacher

Die Werbung mit reduzierten Preisen unter Angabe des ehemals geltenden Preises als „Bisher-Preis“ ist ein beliebtes Mittel, um Kunden zum Kauf zu veranlassen. Den Kunden wird somit ein „Schnäppchen“ präsentiert. Allerdings birgt die Werbung unter Umständen auch die Gefahr wettbewerbswidrigen Handelns. Wann ein Wettbewerbsverstoß vorliegt hatte das Landgericht Bochum zu entscheiden.

Ein Online-Händler bewarb einen Fahrradhelm mit einem Hinweis auf den bisher verlangten Preis. Der Zeitpunkt, zu dem der höhere Preis zuletzt verlangt worden war, lag Monate zurück.

Ein konkurrierender Wettbewerber sah in der Werbung einen Wettbewerbsverstoß. Er nahm den werbenden Händler gerichtlich auf Unterlassung in Anspruch.

Die Entscheidung des Gerichts ssuaphotos / Shutterstock.com

Das LG Bochum gab dem Kläger Recht. Mit Urteil vom 24.03.2016 – Az. I 14 O 3/16 wurde dem Online-Händler die Bewerbung seiner Produkte in dieser Form verboten ...

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