USA: Waffen-Baupläne für 3D-Drucker nicht von der Verfassung geschützt

von Jannina Schäffer

In der Rechtssache Defense Distributed gegen das US-Außenministerium entschied der Fifth Circuit Court of Appeals, dass die Verbreitung von 3D-Druckdaten für Waffen nicht durch die amerikanische Verfassung geschützt sei.

Amerika und seine Waffen: Wie jeder weiß, gehört das amerikanische Waffenrecht zu einem der lockersten der Welt. Die Amerikaner nehmen ihr Recht, Waffen zu tragen, sehr ernst und stützen dies sowohl auf den „National Firearms Act“ (1934) als auch auf den „Gun Control Act“ (1968) und natürlich auf den umstrittenen 2. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten („Second Amendment“) aus dem Jahr 1791. Wenig überraschend ist daher, dass die 2012 gegründete Organisation Defense Distributed versucht, sich bei der Verbreitung von Waffen-Blaupausen für 3D-Drucker auf das Waffenrecht und auf die Redefreiheit („First Amendment“) zu berufen.

Gründer und Sprecher von Defense Distributed ist Cody Rutledge Wilson (28). Der ehemalige Jurastudent betreibt die in Texas ansässige Organisation mit dem Ziel, frei verfügbare Waffen-Designs für den 3D-Drucker zu planen und zu verbreiten. 2013 ist es Defense Distributed gelungen, eine funktionsfähige Schusswaffe mit einem 3D-Drucker herzustellen. Der Drucker-Hersteller Stratasys Inc. kündigte daraufhin aus Imagegründen seinen Drucker-Leasingvertrag mit Wilson. Dieser ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und bekam sogar eine Universal-Waffenlizenz bewilligt, mit der es ihm gestattet ist, seine Waffenkomponenten herzustellen und zu vertreiben. Defense Distributed gab ihrer ersten gedruckten Pistole den Namen „Liberator“ (Befreier) ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK