Kanzleiorganisation: Entlastung bringt Vorteile

Kanzleiorganisation: Entlastung bringt Vorteile

28. September 2016 · Beitrag von Torsten Paßmann in den Kategorien: Wissen

Klageschriften, Erwiderungen und das Wühlen in Paragraphen machen mehr Spaß als trockene Verwaltungsaufgaben – das ist nachvollziehbar (und wurde uns schon häufig bestätigt). Aber wer im Bereich der Honorare schludert, kann seine Kanzlei in unruhige Fahrwasser bringen. Jan Pieper kontert vier Allaussagen über Anwälte.

1. „Anwälte machen im Umgang mit Honorarrechnungen keine Fehler!“

Im juristischen Sinne machen sie üblicherweise keine Fehler, das stimmt. Es gibt aber verschiedene Stolperfallen, die im Alltag lauern. Die wesentlichen drei können jede für sich schon einigen Schaden bei der Liquidität anrichten – und noch mehr, wenn sie aufeinander folgen.

Quasi das „Startproblem“: Die Honorarvereinbarung passt nicht zum Mandat. Bei einem einfachen, kurzen Standardmandat mit der üblichen Abrechnung nach RVG taucht das Problem nicht auf. Wenn es aber etwas komplizierter wird, der Vorgang länger dauert oder das Honorar komplett frei verhandelt wird, sollte unbedingt eine belastbare Honorarvereinbarung abgeschlossen werden. Und wenn das der Fall ist, müssen die Formfehler, mit denen sich auch schon der BGH auseinandergesetzt hat, vermieden werden. Wenn das nicht passt, kann erst nach einem jahrelangen Beratungsmandat eine Rechnung geschrieben werden. Oder vor Gericht werden wesentliche Posten gekürzt bis gestrichen.

Rechnungen bleiben liegen, anstatt umgehend geschrieben zu werden, ist der zweite Fehler. Je mehr Zeit zwischen dem erfolgreichen Mandat und der Rechnung verstreicht, desto weniger ist der Vorgang im Gedächtnis der Mandanten verankert. Tränen der Dankbarkeit trocken schneller als ein Wassertropfen in der Sahara.

Der dritte Fehler ist die mangelnde Konsequenz bei den Rechnungen ...

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