Eingeschränkter Versicherungsschutz im Homeoffice

Wer haftet bei Unfällen im Homeoffice? Diese Frage hat unlängst das BSG beantwortet und den Unfallversicherungsschutz für Arbeitnehmer eingeschränkt.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wirkt sich auch auf den Arbeitsplatz aus. Neue Möglichkeiten des Homeoffice und Telearbeit bieten eine erhöhte und familienfreundliche Flexibilisierung des Arbeitslebens. Circa 8 % der abhängig beschäftigten Arbeitnehmer nutzen dies und sind teilweise oder ausschließlich im Homeoffice beschäftigt: Mit steigender Tendenz. Gleichzeitig stellen sich hier neue Fragen, insbesondere hinsichtlich des Versicherungsschutzes in der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV).

Die GUV hat grundsätzlich den Zweck den Betriebsfrieden zu wahren, weil sie dem Arbeitnehmer mit den Berufsgenossenschaften einen öffentlich-rechtlichen Schuldner gegenüberstellt. Dieser regelt für den Arbeitgeber die Haftung. Doch wer hat dafür einzustehen, wenn sich der Arbeitnehmer während der Arbeit im Homeoffice in seinen eigenen vier Wänden verletzt?

Versicherte Betriebswege im Homeoffice?

Nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII liegt ein sog. Betriebsweg vor, wenn dieser Weg die versicherte Tätigkeit selbst darstellt. Im Gegensatz dazu ist der Weg i.S.d. § 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII eine Vor- und Nachbereitungshandlung der eigentlich versicherten Arbeitsleistung. Probleme kommen dann auf, wenn der Arbeitnehmer sich innerhalb seiner Wohnung in die Küche oder zur Toilette begibt. Beides erfolgt nicht im betrieblichen Interesse und steht grundsätzlich auch nicht unter dem Schutz der GUV.

Entscheidung des BSG vom 5. Juli 2016 – B 2 U 5/15 R

Mit dieser Frage hatte sich unlängst das Bundessozialgericht (BSG) zu befassen. In dem zugrunde liegenden Fall ging es um eine Arbeitnehmerin, die ihre Arbeitsleistung aufgrund einer Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber auch von zu Hause erbringen konnte ...

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