Was versteht man eigentlich unter dem Wohl des Kindes?

von RAin Lachenmann

Das OLG Brandenburg (Beschluss vom 4.1.2016 – AZ: 13 UF 95/15) hat sich ausführlich mit dem Begriff des Wohls des Kindes und seiner Gefährdung auseinandergesetzt. Zugunsten des Wohls des Kindes hat das Familiengericht gemäß § 1666 BGB zu entscheiden, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist.

Unter dem Wohl des Kindes sind die „grundlegenden, unverzichtbaren Lebensbedürfnisse des Kindes“ zu verstehen, auf deren vollständige und sichere, unbedingte, voraussetzungslose Erfüllung das Kind angewiesen ist. Dazu gehört neben der selbstverständlichen Versorgung mit Essen, Kleidung und Wohnraum auch besonders die emotionale Zuwendung. Ist das Kind dem Babyalter entwachsen, gehört auch die erzieherische und geistige Anregung dazu. Wird diese Zuwendung von den Eltern – oder einem Elternteil – nicht gewährt, ist das Wohl des Kindes gefährdet.

Das OLG Brandenburg hat entschieden, dass die Gefahr des Kindeswohls gegenwärtig ist, wenn für einen in absehbarer, nicht erst fernerer Zukunft liegenden Zeitpunkt zu erwarten ist, dass die zur Beeinträchtigung des Wohls des Kindes führende Entwicklung ohne den hoheitlichen Eingriff nicht mehr aufgehalten oder umgekehrt werden kann ...

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