Hamburger Datenschutzbeauftragter erlässt Verwaltungsanordnung gegen Facebook

von Felix Gebhard

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit gab heute in einer Pressemitteilung bekannt, eine Verwaltungsanordnung erlassen zu haben, die es Facebook untersagt, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern. Das Unternehmen soll zudem Daten löschen, die bereits von WhatsApp an Facebook übermittelt wurden.

Das Unternehmen hatte vor einiger Zeit angekündigt, Telefonnummern von WhatsApp-Usern an Facebook weiterzugeben und mit Nutzerprofilen zusammenzuführen. Der Datenschutzbeauftragte hält dies für rechtswidrig.

[…] ein solcher Austausch ist nur dann zulässig, wenn sowohl auf Seiten des Unternehmens, das Daten liefert (WhatsApp) als auch bei dem empfangenden Unternehmen (Facebook) eine Rechtsgrundlage dafür vorliegt. Facebook hat allerdings weder eine wirksame Einwilligung von den Nutzern von WhatsApp eingeholt, noch ist eine gesetzliche Grundlage für den Datenempfang vorhanden.

Seit einem Update im vergangenen August, enthalten die WhatsApp-Einstellungen eine vorausgewählte „Einwilligung“ (Opt-Out), wonach der User der Datenweitergabe zustimme ...

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