DGB fordert Abschaffung der „Arbeit auf Abruf“

DGB fordert Abschaffung der „Arbeit auf Abruf“ von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 26.09.2016

Arbeit auf Abruf ist eine in gewissen Grenzen (vgl. § 12 TzBfG) legale Form der Arbeitszeitflexibilisierung. Bis zu 1,9 Millionen Arbeitnehmer gehen nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ einer derartigen Beschäftigung nach, bei der ihr Einsatz vom jeweiligen Bedarf abhängt. Eine neue Studie des DGB stellt dieser Beschäftigungsform kein gutes Zeugnis aus. Bei vielen dieser Beschäftigungsverhältnisse würden arbeitsrechtliche Standards unterlaufen. "Bei Arbeit auf Abruf wird das wirtschaftliche Risiko der Betriebe voll auf die Beschäftigten verlagert. Damit muss Schluss sein", forderte Annelie Buntenbach, die im DGB-Vorstand für die Themen Arbeitsmarkt und Sozialpolitik zuständig ist. Verlässliche und planbare Arbeitszeiten müssten gerade auch bei Teilzeitarbeit möglich sein. "Alle Beschäftigten brauchen mehr Schutz vor einseitiger betriebsbedingter Flexibilisierung", sagte Buntenbach dem Blatt. Allein in der Gastronomie arbeiten laut DGB mindestens zwölf Prozent der Beschäftigten auf diese Weise. Die viertägige Ankündigungsfrist des § 12 Abs. 2 TzBfG werde vielfach unterlaufen ...

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