Buchrezensionen: Zwei Bücher zu ‚Surveillance post Snowden‘

von Christian Wickert

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

Weitere Rezensionen finden sich hier.

Die Rezensionen wurden verfasst von Ida Roscher, Hamburg

Titel: Surveillance after Snowden
Autor: David Lyon Jahr: 2015 Verlag: Polity Press ISBN: 9780745690841

Was haben Snowden’s Enthüllungen zu einem Überwachungsdiskurs beigetragen?

Diese Frage erörtert David Lyon in seinem Buch, indem er auf überzeugende Art und Weise deutlich macht, dass es um Überwachung im digitalen Zeitalter, neue technologische Modi und den damit verbundenen Herausforderungen in Umgang und Reaktion geht und nicht um die Person Snowden.

Einen entscheidenden Wendepunkt bringen Snowdens Enthüllungen dadurch, dass sicht- und nachvollziehbar geworden ist, was Metadaten sind, wie aktuelle Überwachungstechnologien funktionieren und wie diese einzusetzen sind in einer Politik, die Sicherheit zu einem ihrer wichtigsten Programmpunkte macht.

Auch wenn vor der sogenannten „NSA-Affäre“ zwar ein rudimentärer Kenntnisstand über Massenüberwachung existierte, sind es diese Beweise und Einblicke in die Ausführung und Ausübung der Überwachungsverfahren, die bis dato nur unzureichend bekannt oder eben nur spekulativ diskutiert werden konnten. Kurzum gesprochen bringen Snowdens Enthüllungen für die Aussagen der „Surveillance Studies“ eine bemerkenswerte Veränderung, da nun in Einzelheiten bekannt ist, dass die Überwachungspraktiken des Geheimdienst NSA weit über die bisher angenommene Tragweite wirken.

Lyon vermeidet in seinem Buch zwar genau solche Einzelheiten und Details der Enthüllungen, macht aber in den ersten beiden Kapiteln des Buches die Bedeutsamkeit des Inhalts dieser deutlich ...

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