Alles mit rechten Dingen? Die Verbannung in die Trainingsgruppe 2

Alles mit rechten Dingen?

Die Verbannung in die Trainingsgruppe 2

Im Jahr 2013 erlangte sie in ganz Deutschland Berühmtheit: die Hoffenheimer Trainingsgruppe 2. Spieler, die in den Planungen des damaligen Trainers Markus Gisdol keine Rolle mehr gespielt hatten, darunter auch Nationalspieler wie Tobias Weis oder Tim Wiese, durften nicht mehr mit dem Profikader trainieren. Ist eine solche Verbannung überhaupt rechtens?

Tobias Weis war einer der verbannten Spieler, die 2013 nur noch in der Trainingsgruppe 2 mitwirken durften. Er berichtet davon, dass er damals mit ca. sieben weiteren Spielern auf einem kleinen Dorfplatz trainieren musste – ganze drei Bälle und sechs Hütchen lagen für die Einheiten bereit. Manchmal kamen auch einfach Schüler und Studenten zum Spielen dazu oder Kinder, die Autogramme haben wollten. Insgesamt ein für Profis eigentlich unvorstellbares Szenario.

„Man kann sich vorstellen, was das für einen Profifußballer bedeutet. Du verlierst deine Form, deine Fitness und den Spaß.“ (Tobias Weis über die Trainingsgruppe 2)

Was sagt das Gesetz?

Laut Bundesarbeitsgericht haben Lizenzspieler grundsätzlich einen Anspruch auf die Trainingsteilnahme. Sie ist von besonders hoher Bedeutung, da ein auf Dauer aussetzender Trainingsbetrieb für einen Profifußballer enorme Konsequenzen hat. Das Fußballspielen wird er zwar nicht verlernen, wichtige Eigenschaften wie zum Beispiel der Fitnesszustand, leiden aber unter dem fehlenden Training, sodass die berufliche Zukunft unsicher wird. Wie genau dieser Beschäftigungsanspruch definiert ist, lässt sich aber nur schwer sagen ...

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