8C_90/2016: Lohnfortzahlung bei Aufschub der Mutterschaftsentschädigung nach EOG (amtl. Publ.)

von Roland Bachmann
A. war beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau (AWA) angestellt und gebar am 1. September 2014 ihre Tochter. Da das Kind aus medizinischen Gründen bis Ende Oktober 2014 hospitalisiert war, schob A. den Mutterschaftsurlaub auf und bezog diesen erst nach der Entlassung ihrer Tochter aus dem Spital.

Das AWA verfügte, A. habe keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Zeit bis zur Entlassung des Kindes aus dem Spital. Die Personalrekurskommission des Kantons Thurgau bestätigte diesen Entscheid, und das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies die dagegen erhobene Beschwerde ab. Das Bundesgericht hiess dagegen die Beschwerde gut und stellte fest, dass A. Anspruch auf vollen Lohnersatz für die Zeit zwischen Niederkunft und der Entlassung der Tochter aus dem Spital hat (Urteil 8C_90/2016 vom 11. August 2016).

Im Wesentlichen erwog das Bundesgericht, Sinn und Zweck des Mutterschaftsurlaubs sei es, dass sich die Mutter von Schwangerschaft und Niederkunft erholen könne und ihr die nötige Zeit einzuräumen sei, sich in den ersten Monaten intensiv um ihr Kind zu kümmern, ohne dabei in finanzielle Bedrängnis zu geraten ...Zum vollständigen Artikel

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