Fahrtenbuch-Apps: bekannte Probleme in neuem Gewand?

Smartphone-Apps können nützliche Alltagshelfer sein. Auch für Fahrtenbücher hat sich ein buntes Portfolio an Angeboten ausgebildet.

Welche – u. U. besonderen – Grundsätze sind beim Führen von Fahrtenbüchern mittels Smartphone zu beachten? Oder doch „Alles beim Alten“?

Dem Grundsatz nach gelten dieselben Regelungen wie bei handschriftlich geführten Fahrtenbüchern.

Fahrtenbücher sind zeitnah und in geschlossener Form zu führen. Die zu erfassenden Fahrten einschließlich des an ihrem Ende erreichten Gesamtkilometerstandes sind vollständig und in ihrem fortlaufenden Zusammenhang wiederzugeben.

Eine mithilfe eines Computerprogramms erzeugte Datei genügt nach der Rechtsprechung des BFH diesen Anforderungen nur dann, wenn nachträgliche Veränderungen an den zu einem früheren Zeitpunkt eingegebenen Daten nach der Funktionsweise des verwendeten Programms technisch ausgeschlossen sind oder zumindest in ihrer Reichweite in der Datei selbst dokumentiert werden (vgl. BFH-Urteil vom 16.11.2005, Az. VI R 64/04).

Aus einem elektronischen Fahrtenbuch muss zudem ersichtlich sein, wann die Fahrtenbucheinträge vorgenommen wurden, um überprüfen zu können, ob das Fahrtenbuch zeitnah i. S. d. Rechtsprechung geführt wurde.

In einem Streitfall, der dem Urteil des FG Baden-Württemberg vom 14.10.2014 (Az. 11 K 736/11) zugrunde lag, wurde das elektronische Fahrtenbuch verworfen, da eine nachträgliche Änderung der Datensätze nach den Feststellungen des hinzugezogenen Sachverständigen nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden konnte ...

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