Zur (grundsätzlichen) Anrechnung des Freiheitsentzugs

Der mit einer Massnahme verbundene Freiheitsentzug ist auf die Strafe anzurechnen. Das sagt Art. 57 Abs. 3 StGB ausdrücklich. Die Norm ist zwingend und eröffnet dem Richter keinen Ermessensspielraum.

Das bestätigt das Bundesgericht nach ausserordentlich langer Hängigkeit nun auch für die jugendstrafrechtliche Unterbringung nach Art. 15 Abs. 2 und 3 JStG (BGE 6B_173/2015 vom 06.09.2016, Publikation in der AS vorgesehen):

En d’autres termes, suivant les exigences du système dualiste, la durée de la privation de liberté résultant de la mesure doit, en principe, être imputée sur la peine, sans égard au motif pour lequel la mesure a pris fin. Cette imputation est obligatoire et l’autorité n’a, sur le point précis du principe de l’imputation, aucun pouvoir d’appréciation (E. 2.3).

So weit der Grundsatz. Nun ist aber offenbar noch der über den Umfang der Anrechnung zu entscheiden. Dieser bemisst sich anhand des konkreten Freiheitsentzugs, der mit der Massnahme verbunden ist:

Une fois posé le principe de l’imputation, il reste encore à en déterminer l’ampleur. A cet égard, tant l’art. 32 al. 3 deuxième phrase DPMin que l’art. 62c al. 2 CP se réfèrent à “ la durée “ du placement, respectivement de la mesure ...

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