Windows 10 Datenschutzeinstellungen im Detail – Der Positionsdienst

von Andreas Heldt

Was ist der Positionsdienst?

Der Positionsdienst von Microsoft wird verwendet, um standortspezifische Informationen für den Endanwender bereitzustellen, z.B. Weginformationen oder Restaurants auf Karten. Zur Ermittlung der Position werden unterschiedliche Technologien, wie z.B. W-LAN, Bluetooth, Mobile Datennetze oder GPS eingesetzt, damit Anwendungen die genaue Position verwenden können. In den Standardeinstellungen ist der Positionsdienst aktiviert, so dass alle Anwendungen die ermittelte Position des Endgerätes verwenden dürfen. Microsoft selbst gibt offen an, dass Informationen über die Position von Mobilfunkmasten, Einstiegsknoten öffentlicher W-LAN-Netze aber auch die des W-LAN Routers zu Hause in einer Datenbank für die Standortbestimmung erfasst werden. Gespeichert werden insbesondere die MAC-Adressen[1] der jeweiligen Einstiegspunkte. Somit ist es theoretisch möglich, auch einen direkten Bezug zum jeweiligen Endgerät, wenn nicht sogar zum Benutzer selbst herzustellen. Dies macht Microsoft aber nach eigenen Angaben nicht.

Kann der Positionsdienst deaktiviert werden?

Ja, mit Ausnahmen. Der Positionsdienst kann generell ausgeschaltet werden oder seine Nutzung kann auf bestimmte Anwendungen eingeschränkt werden. Darüber hinaus können aber Anwendungen trotz ausgeschaltetem Positionsdienst den ungefähren Standort (z.B. Stadt, PLZ) verwenden, um den Standort zu bestimmen. Klassische Windows-Apps hingegen (z.B. Installation über EXE oder MSI-Installer, Zugriff auf .NET) sind von diesen Einstellungen nicht betroffen und können weiter auf die Position zugreifen. Derartige Anwendung sind von Einzelfall zu Einzelfall gesondert zu betrachten ...

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