AG München: keine Löschung des FC Bayern München aus Vereinsregister

FC Bayern München – Keine Löschung aus Vereinsregister

Das AG München, Registergericht, hat am 16.09.2016 einer Anregung, den Fußball-Club Bayern München e.V. wegen Rechtsformverfehlung aus dem Vereinsregister zu löschen, nicht entsprochen.

Eingereicht wurde diese Anregung bereits Anfang August 2016 durch Prof. Dr. Lars Leuschner, Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht an der Universität Osnabrück. Sein Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem im hier relevanten Vereinsrecht.

Ihre Begründung findet die Löschungsanregung in § 21 BGB, wonach ein Verein Rechtsfähigkeit durch Eintragung ins Vereinsregister erlangt, sofern dessen Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet ist. Der Verein muss also einen ideellen Zweck verfolgen und die wirtschaftliche Tätigkeit darf diesen nicht überlagern.

Angesichts der Tatsache, dass in der Bundesliga mehrere Milliarden Euro umgesetzt werden und der FC Bayern München in der Saison 2014/2015 einen Umsatz von 474,00 Mio. Euro zu verzeichnen hatte, ist die Frage, ob professionelle Fußballvereine tatsächlich noch einem ideellen Zweck verfolgen, durchaus legitim.

Doch ist diese Frage nicht so simpel zu beantworten, wie es scheint: Die große Mehrheit der Bundesligisten hat ihre alleinige Vereinsstruktur nämlich nicht aufrechterhalten.
Vielmehr werden regelmäßig die Profiabteilungen in Kapitalgesellschaften ausgegliedert, an welchen wiederum der Verein nur noch Anteile hält, mindestens jedoch 50,01%.
Das große Geld wird also in den ausgegliederten Kapitalgesellschaften umgesetzt und faktisch nicht im eingetragenen Verein.

Beim FC Bayern München e.V ...

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