Wie läuft eine Zwangsräumung ab?

Wenn das vollstreckbare Räumungsurteil vorliegt und der Mieter dennoch nicht aus der Wohnung auszieht, bleibt dem Vermieter nichts anderes übrig, als die Wohnung durch den Gerichtsvollzieher zwangsräumen zu lassen. Das Zwangsräumungsverfahren wird eingeleitet durch einen entsprechenden Zwangsräumungsantrag an die Gerichtsvollzieherverteilerstelle des zuständigen Amtsgerichts. Oder – falls bekannt – an den zuständigen Gerichtsvollzieher. Nachdem der Gerichtsvollzieher das Vorliegen der Zwangsvollstreckungsvoraussetzungen geprüft hat, fordert er vom Vermieter zunächst die Zahlung eines Vorschusses in Höhe der voraussichtlich entstehenden Räumungskosten an. Zwar hat der Mieter als Prozessverlierer die Kosten der Zwangsräumung zu tragen, jedoch wird der Gerichtsvollzieher ohne einen Kostenvorschuss des Vermieters in Höhe der zu erwarteten Kosten nicht tätig. Vor allem in Fällen, in denen der Vermieter befürchten muss, die vorgestreckten Kosten beim Mieter nicht wieder eintreiben zu können, bietet sich die sog. „Berliner Räumung“ an. Diese sieht vor, dass der Gerichtsvollzieher nur den Mieter aus der Wohnung setzt, ohne zugleich sämtliche Einrichtungsgegenstände des Mieters durch einen Spediteur abtransportieren und einlagern lassen zu müssen. So fallen zunächst nur die Kosten für den Gerichtsvollzieher an ...Zum vollständigen Artikel


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