Täter fordert längere Freiheitsstrafe

von Andreas Stephan

Das Landgericht Hannover verurteilte den 33-jährigen Daniel F. Ende August zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe wegen schwerer Körperverletzung (§ 226 Abs. 2 StGB), weil er seiner Ex-Freundin einen industriellen Rohrreiniger ins Gesicht geschüttet hat. Nun fordert Daniel F. eine höhere Freiheitsstrafe von 15 Jahren für sich selbst, sein Verteidiger legte Revision gegen das Urteil ein.

Daniel F. schrieb dem Vorsitzenden Richter einen Brief und forderte darin eine härtere Strafe von 15 statt 12 Jahren Haft. Seine 27-jährige Ex-Freundin wurde durch den Säureangriff schwer entstellt. Auf einem Auge ist sie seitdem fast blind, ein Ohr musste chirurgisch aufwendig rekonstruiert werden. In seinem Geständnis führte der Angeklagte aus, er habe sich von ihr nach der Trennung persönlich erniedrigt gefühlt und durch eine von ihr erstattete Strafanzeige (Körperverletzung und Beleidigung) bedroht, sodass er dachte, er müsse sie „irgendwie hässlich machen“, weil er ihren schlechten Charakter auf ihr Äußeres übertragen wollte. Mehrfach sagte er, er bedauere die Tat und habe die Wirkung der Säure unterschätzt. Zugleich überwies er einen Schmerzensgeld-Vorschuss von 50.000 Euro.

Direkt nach der Urteilsverkündung sagte Daniel F., er wolle keine Revision einlegen, weil er die 12-jährige Haftstrafe verdiene: „In anderen Ländern hätte ich die Todesstrafe erhalten“. Seine Ex-Freundin, die als Nebenklägerin auftrat, verzichtete anschließend ebenfalls auf die Einlegung einer Revision. Nun will Daniel F ...

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