Schweigepfichtentbindung bei Berufsunfähigkeit

Soll eine Schweigepflichtentbindung im Zusammenhang mit Berufsunfähigkeit für den Einzelfall oder generell erteilt werden?

Werden Leistungen wegen Berufsunfähigkeit beim Versicherer beantragt, muss immer auch eine Schweigepflichtentbindungserklärung unterzeichnet werden, damit die Versicherungsgesellschaft die notwendigen Informationen über Ihren Gesundheitszustand in Erfahrung bringen kann.

Existiert eine gesetzliche Regelung?

Seit einigen Jahren sind die Voraussetzungen, unter denen eine Versicherungsgesellschaft Ihre personenbezogenen Gesundheitsdaten erfragen darf, in engen Grenzen geregelt. Zulässig ist derartiges nur, wenn es darum geht, im Vorfeld des Vertragsschlusses zu beurteilen, welches Risiko der Versicherer eingeht oder, wenn es zum Versicherungsfall gekommen ist, zur Ermittlung, inwieweit der Versicherer verpflichtet ist, Leistungen zu erbringen. In jedem Fall müssen Sie Ihre Einwilligung erteilen. Diese können Sie widerrufen. Auf all dies müssen Sie vom Versicherer hingewiesen werden.

Zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

Die Versicherer schlagen Ihnen entweder vor, dass Sie eine generelle/allgemeine Schweigepflichtentbindungserklärung unterzeichnen können. Der Versicherer holt dann die für ihn wichtig erscheinenden Informationen bei Ihrer Krankenkasse/Krankenversicherung und den behandelnden Ärzten ein.

Alternativ wird Ihnen angeboten, in jedem Einzelfall zu entscheiden, ob Sie mit einer bestimmten Auskunft bei Ihrem Arzt/der Krankenkasse/der Krankenversicherung einverstanden sind, so wie dies gesetzlich vorgesehen ist. Weitere Alternative: Sie können selbst die erforderlichen Arztberichte einholen und an den Versicherer übermitteln. Sie werden in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass dies zu Verzögerungen bei der Bearbeitung Ihres Antrages führen kann ...

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