Datenschutz bei Sextoys

von Clemens Pfitzer

Wie für fast alles, gibt es jetzt auch für Sextoys eine App zur Steuerung derselben. Aber was ist eigentlich mit den Daten der Nutzer, die dabei gesammelt werden? Darf der Anbieter diese einfach sammeln und ggfs. auswerten. Ein aktueller Fall zeigt zum Datenschutz bei Sextoys zeigt, dass hier ein echtes Problem liegen kann.

Die amerikanische Firma Standard Innovation bietet unter der Marke We-Vibe Sextoys an.

Das Modell We-Vibe Rave lässt sich mit einer Smartphone-App steuern. Sämtliche Einstellungen erfolgen durch die sogenannte We-Connect App. Mit einer sogenannten „Connect lover“ Funktion kann man auch Dritte Zugriff auf das eigene Sextoy geben, so dass z.B. der Partner diesen steuern kann.

Der Haken bei der Sache ist nur, dass unter anderem wohl der Zeitraum der Nutzung, die gewählte Vibrationseinstellung, die Nutzung von „Connect lover“, die Gerätetemperatur und Akkustand an die in Kanada befindlichen Server des Anbieters übermittelt und gemeinsam mit der E-Mail Adresse des Nutzers gespeichert werden.

Einer Nutzerin in Amerika ging das zu weit. Sie sagt, sie habe nichts davon gewusst, dass der Anbieter diese intimen und sensiblen Daten auch noch zusammen mit der E-Mail Adresse speichere. Sie sieht sich in ihrer Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten durch die Datenerhebung und Datenspeicherung verletzt. Die betroffene Dame reichte eine Sammelklage bei einem amerikanischen Gericht ein.

Datenschutz bei Sextoys

Wie der Fall in den USA ausgehen wird bleibt abzuwarten. Aber was gilt beim Datenschutz bei Sextoys in Deutschland? Schließlich werden auch in Deutschland Sextoys mit Smartphone-App angeboten ...

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