Autonamen: Das Comeback der Kutschen

von Stefan Fuhrken

Leistungsstarke Sportwagen und luftige Cabrios liegen im Trend. Die meisten Automobilhersteller greifen allerdings bei der Benennung ihrer Produktneuheiten auf Namensklassiker zurück.

Bei den Karosseriebezeichnungen haben die Namensklassiker „GT“, „Spider“, „Coupé“ und „Shooting Brake“ derzeit die Nase vorn. Doch woher kommen diese Bezeichnungen eigentlich? „Mit Shooting Brake ist nicht etwa eine schießende Bremse gemeint“, erklärt Sybille Kircher, geschäftsführende Gesellschafterin von der Namensagentur Nomen in Düsseldorf. Der Name, der für Coupé mit Steilheck steht, geht zurück auf eine Kutschenform namens Shooting Break. „Ein Break, auch Brake genannt, war früher eine schwere einspännige Kutsche, mit der man Pferden das ‚Ausbrechen‘ abtrainiert hat“, berichtet die Markenexpertin, die mit ihrer Agentur viele Autohersteller in strategischen Naming-Fragen berät. „Aus dem Break wurde dann der Shooting Break – eine Kutsche, die für die Jagd gebaut wurde und die deshalb ein Heckgestell hatte, auf dem man das erlegte Wild ablegen konnte.“ Eine frühe Variante des heutigen Kombis also. Da diese Bezeichnung jedoch weder sportlich noch elegant klingt, erlebt in Zeiten des automobilen Crossovers der Shooting Brake nun sein großes Comeback.

Kutschen als Namensgeber

Neben Shooting Brake gehen auch etliche andere automobile Fachbegriffe und Bezeichnungen auf Kutschen zurück. So leitet sich das Wort Cabrio vom französischen „cabrioler“ („Luftsprünge machen“) ab. Von dieser Vorstellung ließen sich die Franzosen schon im 17. Jahrhundert inspirieren. Damals entstand der Name Cabriolet für einen offenen, einspännigen Pferdewagen, mit dem man Ausflüge an Schönwettertagen machte. Später übernahmen Kutschenbauer in Deutschland und England den Namen ...

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