Die Haftung des Erben für Verbindlichkeiten der Gesellschaft

Erben sind mit den Rechten und Pflichten, die eine Gesellschaftsbeteiligung im Erbfall mit sich bringt, oft nicht vertraut. Wir zeigen, was zu beachten ist!

Neben Grundstücken, Autos, Schmuck und Geld gehören häufig auch Gesellschaftsanteile zur Erbmasse. Dies können Anteile an Personenhandelsgesellschaften, bspw. einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) oder einer Kommanditgesellschaft (KG), sein.

Vor allem eine mögliche Haftung für die in der Vergangenheit begründeten Verbindlichkeiten der Gesellschaft mit dem eigenen Privatvermögen ist vielen Erben nicht hinreichend bekannt.

Die erbrechtliche Haftung

Mit dem Tod des Erblassers bleiben dessen Verbindlichkeiten bestehen und gehen als Teil des Nachlassvermögens grundsätzlich auf den Erben über (§ 1967 BGB).

Durch den Erbfall vereinigen sich zwei bisher getrennte Vermögensmassen, nämlich sämtliche Aktiva und Passiva des Erblassers mit den Aktiva und Passiva des Erben. Der Erbe haftet also grundsätzlich nicht nur mit der Erbmasse, sondern auch mit seinem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten des Erblassers. Dies ist folgerichtig, denn der Erblasser steht den Nachlassgläubigern nicht mehr als Schuldner zur Verfügung und der Nachlass ist als Haftungsmasse auf den Erben übergegangen.

Ist eine Gesellschaftsbeteiligung Nachlassbestandteil, so erstreckt sich die unbeschränkte erbrechtliche Haftung auch auf Altverbindlichkeiten der Gesellschaft, sofern den Erblasser aufgrund der gewählten Gesellschaftsform und seiner Stellung als Gesellschafter ebenfalls eine unbeschränkte persönliche Haftung getroffen hätte. Aus diesem Grunde ist die Frage der Haftung des Erben für die Altverbindlichkeiten einer Gesellschaft insbesondere dann relevant, wenn der Erblasser persönlich haftender Gesellschafter einer OHG oder KG war ...

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