BSG zum Home-Office – kein Unfallversicherungsschutz

BSG zum Home-Office – kein Unfallversicherungsschutz innerhalb eigener Wohnung für Beschäftigte im „home office“

Das Bundessozialgericht (BSG) hat entschieden, dass bei „home office“ nicht der Arbeitgeber, sondern der Arbeitnehmer die der privaten Wohnung innewohnenden Risiken zu verantworten hat.

Zum Sachverhalt

Die Klägerin hatte mit ihrem Arbeitgeber in einer Dienstvereinbarung abgestimmt, dass sie in einem Raum ihres Dachgeschosses an einem Telearbeitsplatz arbeiten würde. Als sie ihren Arbeitsraum verließ, um sich einen Stock tiefer ein Glas Wasser zu holen, rutschte sie auf der in das Erdgeschoss führenden Treppe aus und verletzte sich. Die beklagte Unfallkasse hat das Vorliegen eines Arbeitsunfalls verneint und das Sozialgericht die Klage abgewiesen. Das Landessozialgericht hat die Beklagte auf die Berufung der Klägerin hin verurteilt, einen Arbeitsunfall anzuerkennen.
Das BSG hat auf die Revision der Beklagten das erstinstanzliche Urteil wieder hergestellt.

Entscheidungsgründe

Nach Auffassung des BSG lag kein Arbeitsunfall vor. Die Klägerin habe sich zum Unfallzeitpunkt nicht auf einem Betriebsweg befunden. Sie sei auf dem Weg von der Arbeitsstätte zur Küche ausgerutscht, was unter den persönlichen Lebensbereich fällt ...

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