Kann ich verklagt werden, wenn ich Kontaktdaten an WhatsApp sende?

Nutzer von WhatsApp werden aktuell aufgefordert den neuen Nutzungsbedingungen der App zuzustimmen. Darin sichert der Nutzer zu, zur Weitergabe der Telefonnummern aus dem Adressbuch autorisiert zu sein. In den Kommentaren unseres Blogs und an anderer Stelle herrscht seither Unstimmigkeit darüber, ob den Nutzungsbedingungen zugestimmt werden sollte oder ob man sich mit der Zustimmung gar potentiell einer Klage aussetzt.

Übertragung der Telefonnummern an WhatsApp

WhatsApp sendet in regelmäßigen Abständen sämtliche Telefonnummern aus dem privaten Adressbuch an seine Server. Das ist nicht neu und war schon immer aus Sicht des Datenschutzes fragwürdig. Bereits 2013 haben die niederländischen und kanadischen Datenschutzbehörden hier einen Verstoß gegen die Prinzipien des Datenschutzrechts gesehen.

In den FAQs heißt es hierzu:

„WhatsApp verwendet die Telefonnummern aus dem Adressbuch deines Mobiltelefons, um dir eine aktuelle Liste der WhatsApp-Benutzer, die du kennst, anzuzeigen, und es dir damit einfacher macht, ihnen über WhatsApp Nachrichten zu senden. WhatsApp schaut sich regelmäßig die Telefonnummern im Adressbuch deines Telefons an und prüft dann, welche dieser Nummern auch schon bei WhatsApp verifiziert sind.“

Dem gegenüber amerikanischen Internetriesen eher kritischen Nutzer fehlt hier ein „ausschließlich“, dem technisch Interessierten fehlen Details über die Art der Speicherung und Löschung.

Viele offene Fragen

Gerade für Personen, die bewusst kein WhatsApp nutzen, ist das mitunter ärgerlich. Haben Sie beispielsweise 200 Kontakte in Ihrem Adressbuch und davon haben 150 die App installiert, weiß WhatsApp (und damit auch Fecebook) theoretisch relativ gut darüber Bescheid, zu wem Sie im Alltag Kontakt haben und kann darüber Rückschlüsse auf Sie ziehen.

So einfach ist es aber dann doch nicht ...

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