Ausgewachsen: Was hat der Brexit mit den Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen zu tun?

von Carola Rinker

Gute Frage. Eigentlich nicht viel. Außer, dass die EU die Briten vielleicht abschreibt. Großbritannien hat sich entschieden, die EU zu verlassen. Mittlerweile ist der erste Trennungsschmerz nach Bekanntgabe des Ergebnisses überwunden. Die EU hat das Einreichen der Scheidung mehr oder weniger akzeptiert. Doch inwieweit betrifft dies die deutsche Wirtschaft und vor allem die Abschreibungsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen?

Nun, ganz einfach. Die drei wichtigsten Forschungsinstitute (DIW, RWI, IfW) haben ihre Wachstumsprognosen für 2017 nach unten korrigiert. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ist sehr pessimistisch und schätzt das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für 2017 auf lediglich 1 %. Auch wenn es zum Thema Wachstum und BIP einiges zu kritisieren gibt, will ich an dieser Stelle darauf verzichten (auch wenn es mir schwerfällt). Das ist ein recht mageres Wachstum. Vor allem bedeutet dies, dass die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen nur geringfügig wachsen.

Außerdem sorgt der Brexit dafür, dass Lieferanten aus Deutschland weniger Güter nach Großbritannien verkaufen werden. Dies trifft vor allem auch die Automobilindustrie, einer der wichtigsten Branchen der deutschen Wirtschaft. Und damit auch einer der Gründe für unseren Wohlstand. Einige Frühindikatoren zeigen bereits, dass weniger Güter nach Großbritannien exportiert werden. Der Export ist zu erheblichen Teilen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland verantwortlich. Es hängen also viele Arbeitsplätze am Export, nur so einmal angemerkt. Deutschland droht mal wieder Ärger mit der EU-Kommission, da der Leistungsbilanzüberschuss in Höhe von knapp 9 % die von der Kommission erlaubte „Grenze“ von 6 % übersteigt. Auch als ehemaliger Exportweltmeister bekommt Deutschland also Gegenwind. Doch wieder zurück zum Produktionsrückgang und dem Brexit ...

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