APM – Was ist das schon wieder?

von Robin Mujkanovic

Seit einiger Zeit schwebt die Abkürzung APM durch Raum. Wie so häufig entstammt diese dem angelsächsischen Raum und steht für „Alternative Performance Measures“ oder „Alternative Leistungskennzahlen“. Was hat es damit auf sich?

Wer Geschäftsberichte liest oder auch die Zeitungsberichterstattung über Bilanzpresskonferenzen oder die Zwischenberichterstattung von Unternehmen verfolgt, begegnet immer wieder Aussagen über die Entwicklung des Erfolgs eines Unternehmens. Dabei wird aber häufig auf den ersten Blick nicht klar, was mit Erfolg, Gewinn oder Verlust gemeint ist. Der unkritische Leser glaubt möglicherweise, es handele sich um das, was für die Eigenkapitalgeber übrigbleibe: Das wäre der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag.

Weit gefehlt, häufig wird etwa im Lagebericht oder bei anderen Mitteilungen der Unternehmen auf andere Erfolgsgrößen abgestellt. Einige dieser Erfolgsgrößen sind etwa das EBIT (earnings before interest and taxes) oder EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation, and amortisation). Aber auch über ein sogenanntes bereinigtes Ergebnis wird gerne berichtet. Bei letzterem soll dem Adressaten häufig der Eindruck vermittelt werden, das nachhaltige Ergebnis sei viel besser als das tatsächliche, weil Einmaleffekte die aktuelle Lage verfälschen würden. Dabei kann kaum überraschen, wenn solche Einmaleffekte sich nahezu nur auf Aufwendungen beziehen. Manchmal kann man auch den Eindruck gewinnen, der Weg zu EBE ist nicht mehr weit: Earnings before expenses oder nicht so elegant einfach die Erlöse oder Erträge.

Die Probleme mit APM sind vor allem die fehlende Klarheit über deren Ermittlung und auch die eingeschränkte Vergleichbarkeit zwischen den Erfolgszahlen verschiedener Unternehmen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK