Schutzpatron der Anwälte (1): Ivo Hélory von Kermartin

Schutzpatron der Anwälte (1): Ivo Hélory von Kermartin

14. September 2016 · Beitrag von Torsten Paßmann in den Kategorien: Allerlei

Üblicherweise agieren Anwälte als Schutzpatrone ihrer Mandanten. Aber was ist, wenn sie selbst Beistand benötigen? Für die irdischen Fälle kann ein Kollege aushelfen, in allen anderen ein Schutzheiliger. Wer in der katholischen Heiligenlehre bewandert ist, hat eine breite Auswahl. In einer losen Serie stellen wir fünf Heilige vor, zum Auftakt den Franzosen Ivo Hélory von Kermartin.

Ivo Hélory: Schutzheiliger aus gutem Grund

Der reichhaltige Heiligenkanon der katholischen Kirche bietet für fast jede Berufsgruppe gleich mehrere Schutzpatrone an, auch für Rechtsanwälte. Keiner dürfte mit seinem Lebenslauf und seinen Taten so nah an der Zielgruppe sein wie Ivo Hélory (Oktober 1253 bis 19. Mai 1303), der auch für Juristen, Richter und Notare sowie in Prozessen zuständig ist.

Sein weltlicher Lebenslauf: Als junger Mann verließ er das elterliche Gut in der Bretagne und studierte erst Rechtswissenschaft an der Pariser Sorbonne und kanonisches Recht in Orléans. Anschließend wirkte er als Anwalt, Richter und Priester. Mit Anfang 30 wurde er vom Bischof von Tréguier zu dessen Offizial ernannt und übte diese kirchliche Richteramt, das aufgrund der damaligen Stellung der Kirche auch deutlich ins bürgerliche Leben wirkte, mit Mut und Unbestechlichkeit aus. Im Jahr 1285 wurde er zudem Pfarrer.

Später zog er sich auf das väterliche Landgut in Kermartin zurück. Dort erwarb er sich einen Ruf als Anwalt der Armen und Hilflosen, denen er in Prozessen als Anwalt ohne Bezahlung zur Seite stand. Neben seinem Sinn für Gerechtigkeit trugen zudem seine Bescheidenheit und seine Mildtätigkeit zu seinem guten Ruf bei.

Gerade einmal 44 Jahre nach seinem Tod wird er von Papst Clemens VI. heilig gesprochen. Zu den bewiesenen Wundern gehören u.a ...

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