Besucherrekord beim Stelldichein der norddeutschen Insolvenzverwalterszene

Der 6. Norddeutsche Insolvenzverwalterkongress fand am 6. September mit Rekordbeteiligung statt. In entspannter Atmosphäre blickte die norddeutsche Insolvenzverwalterbranche auf die jüngsten BGH-Entscheidungen, die Auswirkungen von Brexit und Niedrigzinspolitik sowie die „gefahrgeneigte Tätigkeit“.Die kurze Begrüßung übernahmen Justus Schlemm, Leiter Geschäftskunden Region Nord vom Gastgeber Deutsche Bank und Prof. Dr. Volker Römermann, Vorsitzender des Vorstands des Instituts für Insolvenzrecht e.V. Danach startete der Richter am Amtsgericht Hannover Dr. Daniel Blankenburg mit seinem Vortrag „Praktische Auswirkungen der BGH-Entscheidungen vom 17.3.2016 auf die Verwalterbestellung“. Denn nachdem es in den letzten Jahren nur fünf oberinstanzliche Entscheidungen gab, hatte der BGH im März dieses Jahres sechs Entscheidungen zur Insolvenzverwalterauswahl getroffen. Prof. Dr. Volker Römermann begrüßte die zahlreichen Gäste des Insolvenzverwalterkongresses (Foto 1), RiAG Dr. Blankenburg gab zum Start einen ausführlichen Überblick über die jüngsten BGH-Entscheidungen zu den Vorauswahllisten (Foto 2)Dr. Blankenburg führte zunächst aus, dass ein Insolvenzrichter nun die Auswahlkriterien für die Vorauswahlliste transparent zu machen habe, etwa durch Veröffentlichung im Internet oder durch Fragebögen, wie bereits Praxis am Amtsgericht Hannover. Zudem müsse es sich um eine offene Vorauswahlliste handeln, die programmunterstützt erstellt wurde, um eine Datenauswertung zu ermöglichen. Auch wenn weiterhin bei der konkreten Bestellung in kleineren Verfahren die Ortsnähe als Auswahlkriterium genutzt werden könne, dürfe dieses Kriterium nicht für die allgemeine Aufnahme des Verwalters in die Vorauswahlliste herangezogen werden. Angesichts der heutigen modernen Datenübermittlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten sei die Ortsnähe des Verwalterbüros nicht mehr ausschlaggebend.Zudem führte Dr ...Zum vollständigen Artikel

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