Alles nachhaltig oder, was? – Teil II

von Carola Rinker

Genug ist genug – Warum wir in der Bilanzierung auch endlich nachhaltig denken müssen

Über das Thema Nachhaltigkeit habe ich mich vor kurzem in Teil I ausgelassen.

Heute geht es um eine andere Frage: Wie können wir es schaffen, dass Unternehmen wirklich nachhaltig sind bzw. werden? Waren Sie schon mal in Peking beim Stadtbummel? Abgesehen von der Masse an Menschen gibt es etwas, dass vor allem für Hausstauballergiker eine Qual ist: Die schlechte Luft. Was hat das nun bitte schön mit Bilanzierung zu tun? Hier muss ich nun etwas ausholen. Es stellt sich die Frage, warum die Luft in Peking so schlecht ist, dass verzweifelte Chinesen sogar bereit sind, sich eine Flasche „gute Luft“ aus dem Ausland zu kaufen. Unvorstellbar, wofür man in der „Not“ doch so alles Geld ausgibt.

Wenn ich als Unternehmen mit Sitz in China aufgrund geringer gesetzlicher Umweltschutzauflagen günstig produzieren kann, freuen sich die Konsumenten. Zumindest kurzfristig. Diese können dann aufgrund niedrigerer Preise shoppen bis zum Umfallen und brauchen sich nicht überlegen, ob sie sich z.B. die zehnte Handtasche kaufen. Der Schrank ist zwar schon voll – aber egal. An dieser Stelle möchte ich mich nicht weiter über den Konsumwahn(-sinn) vor allem in der westlichen Welt auslassen. Aber eines sei gesagt: Wir verursachen damit erhebliche Schäden für Umwelt und Co.

Durch die geringeren Produktionskosten mangels gesetzlicher Auflagen kann also unser chinesisches Unternehmen die Produkte günstiger anbieten. Was im Preis nicht berücksichtigt wird, ist die durch die Produktion entstehende Umweltverschmutzung ...

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