Die Pflicht zur Aufklärung beim Zugewinnausgleich

Wollen sich Eheleute nicht nur räumlich, sondern auch wirtschaftlich trennen, können sie den sog. Zugewinn geltend machen und einen vermögensrechtlichen Ausgleich fordern.

Für die Berechnung des Zugewinnausgleichs sind zwei Stichtage ganz entscheidend. Der Tag der Heirat, um das Anfangsvermögen des jeweiligen Ehegatten zu bestimmen und der Tag der Zustellung des Scheidungsantrages, zur Feststellung des Endvermögens. Ganz einfach gesagt, wer mehr erwirtschaftet hat, muss ausgleichen.

Um den Ausgleichswert zu errechnen sind Auskünfte über das Vermögen zum Anfangs- und Endvermögen erforderlich. Irrt sich ein Ehegatte über einen Umstand, wie die Eigentumslage einer Immobile und erlangt er diese Kenntnis erst in einem laufenden Verfahren zum Zugewinnausgleich, ist er verpflichtet vor Abschluss eines Vergleiches seine Kenntnisse mitzuteilen. Tut er dies nicht, kann der andere Ehegatte den Vergleich wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Einen solchen Fall hat das Oberlandesgericht Hamm am 17.06.2016, Az ...

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