Pokémon Go am Arbeitsplatz?

Pokémon Go am Arbeitsplatz? von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 11.09.2016

Das Pokémon Go-Fieber geht um die Welt. Überall auf den Straßen, in Kneipen oder an Bahnhöfen sieht man Pokémon-Jäger. Ziel ist es, ähnlich einer digitalen Schnitzeljagd, kleine Pokémon-Figuren an verschiedenen Orten in der Stadt zu entdecken und zu fangen. Nintendo nutzt eine Technik namens Augmented Reality (verbesserte Realität). Das GPS-Ortungssystem des Smartphones erfasst die Position des Spielers, setzt ihn damit auf eine Google-Maps-ähnliche Karte. Findet er ein Pokémon, wird die Figur in das Bild der Handy-Kamera eingeblendet. So entsteht der Eindruck, die kleinen Monster wären tatsächlich in der echten Welt versteckt. Im Internet kursieren mittlerweile diverse kleinere Beiträge zu arbeitsrechtlichen Fragen, die das Spielvergnügen aufwerfen kann. Auch die Süddeutsche Zeitung (SZ) hat vor kurzem einen Artikel mit dem Titel „Pokémon spielen im Büro? Heikel!“ gebracht. Grundsätzlich wird man davon ausgehen müssen, dass der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat, das die geschuldete Arbeitsleistung nicht durch das Spielen von Pokémon Go beeinträchtigt wird. Mit dem Spielen auf dem (privaten oder dienstlichen) Smartphone während der Arbeitszeit verletzt der Arbeitnehmer mithin seine vertragliche Hauptleistungspflicht. Dann droht eine Abmahnung, im Wiederholungsfall auch die Kündigung. In einigen Bereichen kann es sogar richtig gefährlich werden ...

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