Urteil: Nicht ausreichende Klimatisierung als Reisemangel

Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 10.02.2015 - I-21 U 149/14 Urteil: Nicht ausreichende Klimatisierung als Reisemangel Werden das gebuchte Hotel und die Zimmer in der Internetbeschreibung der Reiseveranstalters als klimatisiert bezeichnet und liegen die Temperaturen dort um etwa 24° während der Nacht und etwas darüber über Tag, rechtfertigt dies eine Reisepreisminderung. Der Sachverhalt

Das vom Kläger und seiner Lebensgefährtin gebuchte Hotel und die Zimmer waren in der Internetbeschreibung der Beklagten als klimatisiert bezeichnet worden. Der Kläger beschwerte sich, dass die Klimaanlage die Räumlichkeiten nie unter 24°C temperieren konnte. Die Nachtruhe war dadurch erheblich gestört.

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf

Die Tatsache, dass die Klimaanlage nicht die von den Klägern gewünschte Kühlung erzielen konnte, stellt eine Abweichung von den vertraglichen Vereinbarungen dar, so das OLG Düsseldorf in seinem Urteil (Az. I-21 U 149/14). Diese Abweichung stellt nicht mehr nur eine vom Reisenden hinzunehmende Unannehmlichkeit dar, sondern einen Mangel im Sinne des § 651c BGB.

Zwar wird die Frage, ob auch in südlichen Ländern (hier Griechenland) ein Anspruch darauf besteht, dass eine Klimaanlage die Räume auf eine Temperatur von höchstens 20° C über Tag und 18° C in der Nacht herunter kühlt, von der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt ...

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