Rechtsformverfehlung des FC Bayern München e.V. — erlischt der Stern des Südens?

von Ulrich Noack

pVor zwei Tagen berich­tete zuerst a href=„http://www.zeit.de/sport/2016 – 09/bayern-muenchen-loeschung-verein-amtsgericht-muenchen-adac„Zeit-Online/a (und zahl­reiche wei­tere Medien, kna­ckig wie immer BILD: „a href=„http://www.bild.de/sport/fussball/bayern-muenchen/rechts-professor-will-klub-loeschen-47729204.bild.html„Rechts-Professor will den FC Bayern löschen/​a”) über ein Schreiben meines Kol­legen a href=„https://www.jura.uni-osnabrueck.de/lehrende/professoren_a_z/prof_leuschner/startseite.html„Lars Leuschner/​a an das Amts­ge­richt Mün­chen. (Ori­gi­nal­text s.u.). Es regt an, den FC Bayern Mün­chen e.V. von Amts wegen im Ver­eins­re­gister zu löschen. Das ist gewiss ein Auf­reger, aber worum geht es wirk­lich? Es sind zwei grund­sätz­liche Themen. Ers­tens: sind Ver­eins­kon­zerne zulässig? Zwei­tens: wieso wird Glei­ches ungleich behan­delt? /​ppemLeuschner /​emist der Auf­fas­sung, es sei zulässig, dass der Verein eine Kapi­tal­ge­sell­schaft beherrscht. Darin liege emkeine/​em Rechts­form­ver­feh­lung. Die Struktur des a href=„https://fcbayern.com/de/club/fcb-ev„FC Bayern Mün­chen e.V/a, der eine Mehr­heits­be­tei­li­gung von 75,01% an der a href=„https://fcbayern.com/de/club/fcb-ag„FC Bayern Mün­chen AG/​a hält, ist seiner Mei­nung nach in Ord­nung. Das Urteil des BGH von 1982 (ADAC) ver­tei­digt er gegen die wohl herr­schende Mei­nung im Schrifttum. S. a href=„https://www.mohr.de/buch/das-konzernrecht-des-vereins-9783161508271„Das Kon­zern­recht des Vereins/​a, 2011, S. 126 ff. Solche Ver­eins­kon­zerne brächten zwar unter dem Gesichts­punkt der Cor­po­rate Gover­nance einige Zusatz­pro­bleme mit sich (Stich­wort: Funk­tio­närs­herr­schaft), ermög­lichten aber dafür, dass wirt­schaft­liche Betä­ti­gungen ohne den Druck der Gewinn­ma­xi­mie­rung mög­lich sind und statt­dessen durch andere Ziele domi­niert werden können (u.a. sport­li­cher Erfolg) ...

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