Ohrfeige von Schulhofaufsicht kann erlaubt sein

von Stephan Weinberger

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat anders als noch die Vorinstanzen einen „Ein-Euro-Jobber“, der als Betreuer in einer Ganztagsschule angestellt war und einen seiner Schützlinge geohrfeigt haben soll, vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen. Der Mann habe in Notwehr gehandelt. Darüber berichtet das lawblog und fasst die Entscheidung des Gerichts zusammen.

Der Angeklagte war als Schulhofaufsicht in einer Ganztagsschule beschäftigt. Als spielende Kinder den Mann bedrängten, obwohl sich dieser zurückgezogen hatte, haute er einem Erstklässler zur Abschreckung vor allen anderen Schülern eine runter. Das Oberlandesgericht Düsseldorf geht von Notwehr aus.

Zuerst verlief es alles, wie man es in dem Job erwartet: Auf dem Schulhof spielte der Mann mit etwa 5 bis 10 Jungen aus der ersten Klasse. Dabei ging es „wild“ zu, wie das Gericht ausführt. Irgendwann wurde es dem Betreuer zu wild und er zog sich in einen hinteren Teil des Hofes zurück. Die Schüler erkannten nicht, dass der Mann jetzt in Ruhe gelassen werden wollte und bedrängten ihn weiter. Teilweise schlugen die Jungs auf ihn ein. Dabei sei es auch vorgekommen, dass zwei davon in die Richtung des Mannes spuckten, wobei sich der Angeklagte aber nicht in seiner Ehre verletzt oder ernsthaft angegriffen fühlte. Ihm sei stets seine Überlegenheit gegenüber den Schülern bewusst gewesen, heißt es in dem Beschluss ...

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