Gesetzliche Krankenkassen müssen nicht alles Hilfreiche bezahlen

Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 15. Dezember 2015 entschieden (B 1 KR 30/15 R), dass gesetzliche Krankenkassen die Behandlungskosten für Mistelpräparate nur übernehmen müssen, wenn sie im Rahmen einer palliativen Behandlung eingesetzt werden.

Eine Frau und spätere Klägerin war nach der Entfernung eines Mammakarzinoms zunächst mit einer Chemotherapie behandelt worden. Anschließend verordnete ihr Arzt ein nicht verschreibungs-, aber apothekenpflichtiges anthroposophisches Mistelpräparat. Die gesetzliche Krankenkasse der Klägerin übernahm zunächst die Kosten des für sie offenkundig hilfreichen Medikaments, lehnte ihren Kostenübernahmeantrag für weitere fünf Jahre ab.

Die Kasse verteidigte sich mit dem grundsätzlichen Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel seit dem 1.1.2014 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Ausnahmeregelung, die der sog. Gemeinsame Bundesausschuss festlegt, bestehe vorliegend nicht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK