Das bisschen Heimarbeit. Sagt das BAG.

Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 24.08.2016 Vorangegangenes Heimarbeitsverhältnis und Befristung

Was ist eigentlich Heimarbeit? Jedenfalls nicht staubwischen und bügeln, das ist Hausarbeit, ein feiner Unterschied. Heimarbeit ist eine Erwerbstätigkeit, die nicht an einer festen Betriebsstätte ausgeübt wird, sondern zu Hause (oder im Park. Oder woanders.). Das fertige Arbeitsergebnis wird unmittelbar jemand anderem überlassen. Als Gedankenstütze können Sie sich den ehemaligen Klassiker Kugelschreiber zusammenschrauben merken. Heute gibt es für seriöse Heimarbeit andere Möglichkeiten, Sie können zum Beispiel App-Tester werden. In den USA boomen die „homeworking mums“, die von zu Hause arbeitenden Mütter, da wird gestrickt und gehäkelt…

Zurück zum Arbeitsrecht. Diese Form der Arbeit hat ein eigenes Gesetz, das Heimarbeitsgesetz (HAG). Mit diesem Gesetz und anderen arbeitsrechtlichen Mechanismen wird ein Schutzstandard für die Heimarbeiter/innen geregelt. Denn wenn Sie in Heimarbeit tätig werden, sind Sie gerade kein „echter“ Arbeitnehmer. Das liegt daran, dass Sie nicht in die betrieblichen Abläufe Ihres Auftraggebers eingegliedert sind, keine betrieblichen Arbeitsmittel nutzen und keine festen Arbeitszeiten haben. Das bedeutet aber auch, dass Sie ohne besondere gesetzliche Anordnung ihrem, vielleicht einzigen, Auftraggeber schutzlos ausgeliefert wären: Kein Urlaub, keine Absicherung bei Krankheit, keine gerichtliche Hilfe.

Deshalb sind Heimarbeiter sogenannte arbeitnehmerähnliche Personen, die in bestimmten gesetzlichen Regelungen Arbeitnehmern gleichgestellt sind. Der Großteil der Schutzvorschriften für Arbeitnehmer ist den Heimarbeitern allerdings nach wie vor versperrt. Dazu gehört unter anderem der Kündigungsschutz und der Schutz vor unangemessenen Befristungen ...

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