Polizei durchsucht Wohnung wegen wirrer Spammails

von Stephan Weinberger

Weil ein Mann innerhalb eines kurzen Zeitraums insgesamt 57 E-Mails mit größtenteils wirren Angaben, teilweise in Bezug auf eine Polizeibeamtin und teilweise in ausfälliger Wortwahl an diverse Polizeireviere und Polizeiposten in seiner Gegend schickte, wurde seine Wohnung durchsucht und sein PC samt Router beschlagnahmt. Die Polizei sah ihren Dienstbetrieb durch die Flut an Spammails wesentlich erschwert und eingeschränkt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe war darüber weniger erfreut und erklärte die zuvor vom Amtsgericht erlaubte Durchsuchung für rechtswidrig. Mildere Mittel wie der Spamfilter in Outlook hätten es auch getan.

Was war passiert?

Der Betroffene versendete im Zeitraum vom 21. Juni 2016 22:33 Uhr bis 22. Juni 2016 10:30 insgesamt 57 E-Mails an die Polizeireviere S., B., P., den Polizeiposten M. und die dienstliche Adresse eines Polizeibeamten des Polizeipostens M.. Bereits am 18./19. Juni 2016 waren 39 E-Mails an die genannten Polizeireviere geschickt worden. Die E-Mails enthalten größtenteils wirre Angaben, teilweise in Bezug auf eine Polizeibeamtin und teilweise in ausfälliger Wortwahl. So heißt es beispielsweise in den folgenden E-Mails:

21. Juni 2016 23:02
„Jetzt schimpfe ich doch wieder …
@B. und LB:
Meine Mutter muss nun euren scheissverdammten Job machen.
„Klärung Schreiben: A. vs. L.“
Frau A. -hat- „Aktenkundige Scheisse“ geschrieben.
Und meine Mutter hat der Polizei -IMMER- geholfen!!
San Remo R.
Steuergelder, alles.
AUF LEUTE!!!
Helft der Frau L.“

22. Juni 2016 01:25
„Ein nicht genannter Kollege,
eines nach dem 08.05.1945 nicht mehr vorhandenen „Beamtentum“
sagt:
„Frau A. ist nicht mehr für Sie zu sprechen“
Danke,
regeln -SIE- das,
-ICH- bin Laie ...

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