Interview mit Rechtsanwalt Dr. Reinhard Marx zum Aufenthalts-, Asyl- und Staatsangehörigkeitsrecht

Guten Tag Herr Rechtsanwalt Dr. Marx. Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für den Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Sie haben sich frühzeitig auf das Aufenthalts-, Asyl- und Staatsangehörigkeitsrecht spezialisiert. Wie kamen Sie auf die Idee, sich diesem nicht unbedingt klassischen Rechtsgebiet zu widmen, das zudem noch nicht einmal mit hohen Honoraren lockt?

Das ist in meiner damaligen ehrenamtlichen Tätigkeit bei amnesty international begründet. 1973 bin ich in diese Organisation eingetreten. Wenige Monate danach habe ich die Flüchtlingsbetreuung übernommen, die damals noch am Anfang stand und die ich dann als Mitglied des Vorstandes von 1976 bis 1978 in der deutschen Sektion aufgebaut habe. 1974 habe ich mit dem Jurastudium angefangen. Ursprünglich wollte ich Strafverteidiger werden, weil ich vor meinem Studium fünf Jahre in Hamburg im Polizeidienst war und deshalb Interesse an dieser anwaltlichen Tätigkeit hatte. Durch den Einstieg in die Flüchtlingsarbeit gleich im ersten Semester haben sich dann aber meine Koordinaten vollständig verschoben. Heute ist die Flüchtlingsarbeit als Anwalt wie aber auch in politischen Zusammenhängen Teil meiner Identität.

Welchen „Hintergrund“ muss jemand mitbringen, der sich auf dieses Gebiet spezialisieren möchte? Welches Know-how ist Ihrer Erfahrung nach unerlässlich?

Ich nehme an, die Frage bezieht sich auf die anwaltliche Tätigkeit und nicht auf die allgemeine Betreuung von Flüchtlingen. Gute Rechtskenntnisse insbesondere im Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht sind unerlässlich. Aufenthalts- und Asylrecht ist Konfliktrecht, sodass häufig schwierige Rechtsfragen zu lösen sind ...

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