Streit zwischen VW und Zulieferern – ein Fall für Mediation?

von Thomas Lapp

Streit zwischen VW und Zulieferern – ein Fall für Mediation? von Dr. Thomas Lapp, veröffentlicht am 23.08.2016

Der Streit zwischen VW und dem Zulieferer Prevent beschäftigt die Medien, auch wenn nicht allzu viele Details über den eigentlichen Kern der Auseinandersetzung bekannt sind. Der Konflikt zwischen den Parteien ist aber bereits in einer Weise eskaliert, in der beide Seiten sich gegenseitig schaden und dabei eigenen Schaden bewusst in Kauf nehmen. Auch die Politik ist bereits aufmerksam geworden und versucht, zu intervenieren und beide Seiten zu einer gütlichen Einigung zu veranlassen. Positiv ist, dass beide Seiten intensiv miteinander verhandeln. Auf dieser Ebene der Eskalation zeigt die Erfahrung allerdings, dass die Hinzuziehung eines neutralen Dritten zumindest die Verhandlung beschleunigen kann, in manchen Fällen sogar das einzige Mittel zur Findung einer Lösung ist.

Aus der Presse ist zu entnehmen, dass die Parteien bereits mehrere Rechtsstreitigkeiten vor den ordentlichen Gerichten begonnen haben. In solchen gerichtlichen Auseinandersetzungen können nur juristische Lösungen gesucht werden. Es wird geprüft, wer in der Vergangenheit gegen gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen verstoßen hat und welche Ansprüche die andere Seite deshalb geltend machen kann. Auch Vergleichsgespräche, die vor Gericht sehr oft und manchmal erfolgreich geführt werden, folgen diesem Schema. Man kann vor Gericht nur erreichen, worauf man einen (juristischen) Anspruch hat. Wer seine wirtschaftlichen Ziele erreichen will, muss in der Regel andere Wege gehen.

Der typische, sinnvolle und von Unternehmen meistgenutzte Weg ist es, mit der anderen Seite zu verhandeln. Kommt die Arbeitsebene nicht mehr miteinander zurecht, wird der Vorstand eingeschaltet ...

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