Servicegebühren von Eventim unzulässig

von Helene Klassen Rock

Eventim darf für die Vermittlung von Veranstaltungstickets keine über die üblichen Versandkosten hinausgehenden Servicegebühren erheben. Das Landgericht Bremen ist der Auffassung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gefolgt und entsprechende Regelungen untersagt.

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Eventim bietet im Rahmen eines Online-Handels Eintrittskarten für Konzerte, Sportevents und andere Veranstaltungen an. Dabei können Kunden neben dem Premiumversand, für den Eventim im Rahmen des Vorverkaufs von AC/DC-Konzertkarten eine Gebühr in Gesamthöhe von 29,90 Euro erhoben hat, die Eintrittskarten auch als „ticketdirekt“ bestellen. Im letzteren Fall werden die Tickets nicht per Post versendet, sondern können vom Kunden nach Übersendung per E-Mail selbst ausgedruckt werden. Dieser Service wird mit 2,50 Euro berechnet, obwohl hierfür weder Material- noch Versandkosten anfallen. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen weist Eventim lediglich darauf hin, dass bei der Internetbestellung Service- und Versandkosten erhoben werden, die je nach Veranstaltung variieren können und bei der Bestellung im Warenkorb angezeigt werden.

Diese Regelungen von Eventim hielt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen für unwirksam und ging hiergegen mit Erfolg vor.

Entscheidung des Gerichts – Eventim unterliegt

Das LG Bremen (Urteil vom 31.08.2016 – 1 O 969/15) folgte der Auffassung der Verbraucherzentrale ...

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