Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur zum 2. Staatsexamen – Niedersachsen vom Januar 2016

Bei dem nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur vom Januar 2016 im zweiten Staatsexamen in Niedersachsen. Das Protokoll stammt auf dem Fundus des Protokollverleihs Juridicus.de.

Die Schilderung des Falles und die Lösung beruhen ausschließlich auf der Wahrnehmung des Prüflings.

Prüfungsfach: Strafrecht

Gedächtnisprotokoll:

Die Klausur beginnt recht atypisch mit einem Urteil gegen die S. Aus dem Tatbestand des rechtskräftigen Urteils vom 21.08.2015 ergibt sich folgender Geschehensablauf:
Die S war am 16.10.2015 mit ihrer Freundin G in Hannover unterwegs. Sie wollten zum S-Bahnhof Anderten fahren und nahmen am Kurt-Schumacher-Platz ein Taxi. Der Fahrer B fuhr die beiden Frauen zum gewünschten Ort und forderte ein Entgelt in Höhe von 35 €. Für B und G überraschend zog die S ein Küchenmesser und hielt es dem B an die Kehle. Sie rief „Überfall“, um der Bezahlung des Fahrpreises zu entgehen. B gelang es jedoch, aus dem Taxi zu entkommen. Daraufhin verließen auch S und G das Taxi und liefen davon. B telefonierte zunächst, danach folgte er den beiden, holte sie ein und hielt S und G an den Armen fest. Nachdem er die Frauen unter Kontrolle gebracht hatte, hob B den Stöckelschuh der G, den diese beim Rennen verloren hatte, auf und schlug der S damit heftig gegen die Schulter. Anschließend zwang er G und S, in sein Taxi zu steigen. Er forderte nun von beiden jeweils 250 €. Er erklärte ihnen, er werde sie beide „verprügeln“, sollten sie dem nicht nachgeben. Zudem zeigte er beiden eine in seinem Handschuhfach liegende „täuschend echt wirkende“ Spielzeugpistole. G und S gingen tatsächlich davon aus, die Pistole sei echt.
G erklärte sich bereit, aus ihrer Wohnung ihre EC-Karte zu holen, um das verlangte Geld abheben zu können ...

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