Farbige Wände machen Mieter froh, Vermieter nicht so…

Aus gegebenem Anlass will ich heute über bunte Wände in Mietwohnungen schreiben. Während der Mietzeit ist es dem Mieter überlassen, in welchen Farben er die Wände in der gemieteten Wohnung anstreicht. Es ist auch erlaubt, kräftige Farben wie beispielsweise rot, blau oder grün an die Wand zu bringen.


Zurückgeben wie angemietet

Häufig gibt es am Ende eines Mietverhältnisses dann jedoch Streit zwischen Vermieter und Mieter darüber, ob der Mieter diese Farben wieder beseitigen muss. Was für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit sein dürfte, war jahrelang in der Instanzenrechtsprechung durchaus streitig und kontrovers diskutiert. 2013 hat der Bundesgerichtshof (AZ: VIII ZR 416/12) hier jedoch klargestellt, dass der Mieter verpflichtet ist, die Wand in neutralen Farben gestrichen zurückzugeben, wenn er die Wohnung in diesem Zustand angemietet hat.

Beseitigung des Schadens durch mehrmaliges Überstreichen

Im Fall des Bundesgerichtshofes hatte die Mieterin eine Wohnung angemietet, die frisch renoviert und komplett weiß gestrichen war. Sie strich in einigen Zimmern die Wände mit roter, blauer und gelber Farbe. Sie gab die Wohnung zwei Jahre später auch mit diesen Wandfarben zurück. Die Vermieterin ließ anschließend die Wohnung streichen. Es wurden mehrere Anstriche benötigt, um die Wände wieder in neutraler Farbe zu streichen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK