Ein Alkoholtest und seine Folgen

von Stephan Weinberger

„Wegen zwei Schorlen und einem Ramazotti macht man in Deutschland so ein Theater.“ Ein 51-Jähriger aus Oberkirch im Ortenaukreis in Baden-Württemberg kämpft mit den Folgen einer Alkoholkontrolle, die er selbst noch verschärft hat. Er kritisiert den Ablauf der Kontrolle durch die Polizei und lässt sich in der Presse noch zu einer Drohung hinreißen, die eine vom Landratsamt angedachte Medizinisch-Psychologische Untersuchung wahrscheinlicher werden lässt.

Ausgangspunkt ist eine Trunkenheitsfahrt im Mai 2016 in der Stadt Oberkich. Wendelin Vogt wird von der Polizei angehalten, eine Blutprobe ergibt den Wert 1,5 Promille. Die Folge: Führerscheinentzug für acht Monate. Bis Januar heißt es nun abwarten für den 51-Jährigen. Gegenüber der Acher-Rench-Zeitung gibt Vogt jedoch an, dass es bei der Kontrolle nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Es soll Missgeschicke und Ungereimtheiten gegeben haben – „Was mir passiert ist, hat mit Normalität nichts mehr zu tun“. Die betroffenen Stellen dementieren das.

Mit einem absoluten Fahrverbot wollte Vogt sich nicht zufrieden geben, die Sache kam im August vor das zuständige Amtsgericht. Für seine Tätigkeit als selbstständiger Landschaftsgärtner und Weinbauer erstritt er die Ausnahme, zumindest landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren zu dürfen. Gegenüber der Presse schildert Vogt den Vorfall aus seiner Sicht: „An jenem Abend im Mai war ich in einem Gasthaus, um mir ein Fußballspiel anzusehen.“ Er gibt an: „Ich habe nur zwei Weinschorlen und einen Ramazotti getrunken.“ Ohne größere Sorgen habe er sich deswegen mit dem Auto auf den Rückweg gemacht.

„Ich fuhr durch die Oberkircher Innenstadt, als auf einmal hinter mir die Blaulichter eines Polizeiwagens aufleuchteten.“ In einer Parkbucht hätte er angehalten, ein Polizist fragte ihn, ob er etwas getrunken habe ...

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