Die neue Ausbildungsverordnung für zertifizierte Mediator(inn)en

von Gerfried Braune

Bisher gab es keinen einheitlich zertifizierten Mediatoren. Die einzelnen Mediationsverbände wie der Bundesverband Mediation (BM), der Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA), die Bundes-Arbeitsgemeinschaft Familienmediation (BAFM), die Deutsche Gesellschaft für Mediation (DGM), In-Mediation und so weiter haben jeweils eigene Zertifizierungen mit jeweils eigenen Anforderungen aufgestellt. Es war aber eine Forderung der Verbände an ein Mediationsgesetz, dass es eine Qualitätssicherung geben sollte, um den Mediationskunden die Auswahl zu erleichtern.

In der ersten Fassung des Mediationsgesetzes war keine Möglichkeit für einen zertifizierten Mediator geschaffen worden. Im Rahmen der Beratungen im Rechtsausschuss des Bundestages wurde dann eine Regelung in das Mediationsgesetz aufgenommen.

Bezüglich der Ausbildung eines Mediators ist zunächst in § 6 des Mediationsgesetzes ausgeführt, dass der Mediator in eigener Verantwortung durch eine geeignete Ausbildung und eine regelmäßige Fortbildung sicherstellt, dass er über theoretische Kenntnisse sowie praktische Erfahrungen verfügt, um die Parteien in sachkundiger Weise durch die Mediation führen zu können. Eine geeignete Ausbildung soll insbesondere vermitteln

Kenntnisse über Grundlagen der Mediation sowie deren Ablauf und Rahmenbedingungen, Verhandlungs- und Kommunikationstechniken, Konfliktkompetenz, Kenntnisse über das Recht der Mediation sowie über die Rolle des Rechts in der Mediation sowie praktische Übungen, Rollenspiele und Supervision.

In Absatz 2 des § 5 MediationsG ist dann ausgeführt: Als zertifizierter Mediator darf sich bezeichnen, wer eine Ausbildung zum Mediator abgeschlossen hat, die den Anforderungen der Rechtsverordnung nach § 6 entspricht ...

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