Angeklagter warf mit Geldscheinen um sich

Angeklagter warf mit Geldscheinen um sich – oder: Wie verhalte ich mich vor Gericht?

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, wie realitätsgetreu Gerichtsshows sind. Gerade das tumultartige Verhalten der Beteiligten und die Aufregung und Unruhe während der Verhandlung sind oftmals eher Werk der Drehbuchautoren (sofern es ein solches gibt) als Beobachtungen aus der Realität von gerichtlichen Verhandlungen.
Dass sich aber der ein oder andere etwas von „Barbara Salesch“ oder „Richter Alexander Hold“ abguckt, scheint wenig überraschend. So durfte sich das Publikum im Brühler Amtsgericht vergangenen Mittwoch ein besonderes Spektakel ansehen.

Der Fall:

Angeklagt war ein 41-jähriger. Gegenständlich war eine Beleidigung in zwei Fällen. Zunächst wurde dem Mann vorgeworfen, Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages im November 2015 via Email beleidigt zu haben.
Er habe sich auf das Verhalten von Flüchtlingen in Brühl und die deutsche Flüchtlingspolitik bezogen und in diesem Rahmen Frau Roth als „ekelhaft“ bezeichnet.
Im Rahmen der Verhandlung gab dies der Angeklagte auch zu. Er betonte allerdings, dass er darin keine Beleidigung sah, Ekel sei „einer der sieben Primäraffekte des Menschen“(siehe Lexikon der Psychologie). Im Rahmen seiner Befragung äußerte er sich weiterhin negativ über das Verhalten der Flüchtlinge und der Politikerin, er sagte aus, sie habe sich ihre Visitenkarte selbst ausgestellt.
Der zweite Anklagepunkt bezog sich auf eine nachbarschaftliche Auseinandersetzung ...

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