Schlechte Zahlungsmoral beim NSU-Prozess

von Stephan Weinberger

Es sollte eigentlich ein zusätzlicher Service für Zuschauer, Prozessbeteiligte, Journalisten und Justizangestellte beim NSU-Prozess am Oberlandesgericht München sein: Ein Caterer bot diverse Snacks wie Brötchen und Schokoriegel an. Die Bezahlung sollte auf Vertrauensbasis erfolgen. Nun wird der Verkauf eingestellt, da dem Unternehmen tausende Euro fehlen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Das Snackangebot im Nebenraum war für alle zugänglich. Der Verkauf erfolgte auf Vertrauensbasis. Ein Fehler, wie sich jetzt herausstellte. Als hätte der NSU-Prozess nicht schon genug für kuriose Meldungen gesorgt, kommt nun auch noch der Diebstahl von Lebensmitteln in Gerichtsräumen hinzu. In einer Email erklärt Andrea Titz, die Leiterin der Justizpressestelle, dass sich das Catering-Unternehmen beim Gericht beschwert hat. Die angebotenen Waren würden „gehäuft ohne Bezahlung“ entnommen. Dadurch sei ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro entstanden ...

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